Bremerhaven. Die Fischtown Pinguins wollen wieder in ruhigeres Fahrwasser gelangen. Es gibt etliche Dinge an denen gearbeitet werden muss - zum Beispiel am Powerplay und am Zweikampfverhalten. Es gibt aber durchaus auch Lichtblicke im Team von Trainer Tom Coolen. Zu diesen positiven Erscheinungen gehört sicherlich Derek Dinger.Der 20 Jahre alte Verteidiger hat sich bei den Bremerhavenern in den Vordergrund gespielt und ist aus dem Mannschaftsgefüge nicht mehr wegzudenken. “Bei den Pinguins habe ich von Anfang Vertrauen und Unterstützung bekommen”, sagt Dinger. “Das darf man aber nicht falsch verstehen. Geschenkt bekommen habe ich hier nichts. Aber es wichtig zu wissen, dass alle hinter einem stehen.”Der Neuzugang aus Berlin spielt äußerst solide. Er lässt defensiv nichts anbrennen und versucht immer wieder, Impulse für das Angriffsspiel zu setzen. Dinger ist ein Stratege. Blindlings mit dem Kopf durch die Wand - nein, das ist nicht seine Sache. “Derek hat Übersicht . Er ist in der Lage, das Spiel in jeder Phase zu lesen. Kein Wunder, hat er doch immer den Kopf oben”, sagt Pinguins-Teammanager Alfred Prey. “So stark, wie Derek hier bei uns auftritt, hatten wir ihn im Sommer nicht erwartet. Wir glaubten, dass er länger braucht, um den Sprung von der Oberliga in die Zweite Liga zu schaffen.”
Auch wenn die Pinguins derzeit im Tabellenkeller wieder zu finden sind, fühlt sich Dinger an der Nordseeküste bestens aufgehoben. “Ich habe hier viele Eiszeiten. Man kann sogar von einem Glückslos sprechen, wenn man sieht, dass viele meiner ehemaligen Weggefährten irgendwo im vierten Block versauern” sagt Dinger. Mittelfristig wird Dinger in der DEL auftauchen - da sind sich die Experten einig. Aber in der neuen Saison kann es gut passieren, dass er wieder das Pinguins-Trikot überstreift. “Das kann ich mir gut vorstellen”, sagt der gebürtige Kasseler.
Erst einmal gilt es aber, die Pinguins so schnell wie möglich wieder flott zu machen. Die Bremerhavener stecken irgendwo zwischen Playoff-Hoffnung und Abstiegskampf. “Wir stehen am Scheideweg”, sagt Dinger. “Das Potenzial für die Playoffs ist auf jeden Fall da. Dass die Ergebnisse nicht stimmen, liegt nur an Kleinigkeiten. Und die dürfen nicht mehr vorkommen.”
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